"teamw()rk für Gesundheit und Arbeit"
Arbeitslos und gesundheitlich angeschlagen – eine besondere Situation für jeden Betroffenen und jede Betroffene. Bei vielen fallen die Tagesstrukturen weg. Sie können soziale Kontakte verlieren und damit oft auch das Selbstwertgefühl. Ein echter Teufelskreis, der durchbrochen werden muss.
Vor diesem Hintergrund hat der GKV-Spitzenverband in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) im Jahr 2014 ein Projekt zur Gesundheitsförderung von arbeitslosen Menschen in allen 16 Bundesländern in Auftrag gegeben. Der Fokus liegt in der partnerschaftlichen Zusammenarbeit der Gesetzlichen Krankenkassen mit den Jobcentern und Arbeitsagenturen, um die Arbeits- und Gesundheitsförderung systematisch zu verzahnen. Sensibilisieren und Motivieren für gesundheitsförderliche Verhaltensweisen sowie einen gesundheitsförderlichen Lebensstil sind dabei feste Bestandteile des Beratungs- und Vermittlungsprozesses von Jobcentern und Arbeitsagenturen.
Um gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen zu schaffen und zu optimieren, arbeiten die Jobcenter, Agenturen für Arbeit und die Krankenkassen in einer vernetzten Struktur auf kommunaler Ebene zusammen. Die primärpräventiven Angebote sind speziell am Bedarf der arbeitslosen Menschen ausgerichtet und beziehen die Zielgruppe partizipativ in Informations-, Abstimmungs- und Qualitätssicherungsprozesse ein.
Seit dem Jahr 2023 wird für das Programm die Dachmarke „teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“ genutzt. Über 200 Standorte setzen das Programm bundesweit um.
Auf Bundesebene koordinieren die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag gemeinsam mit dem GKV-Bündnis für Gesundheit das Programm.
Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) betreut im Auftrag aller gesetzlichen Krankenkassen insgesamt 12 Programmstandorte in Thüringen:
- Jobcenter Altenburger Land
- Jobcenter Eichsfeld
- Jobcenter Wartburgkreis
- Jobcenter Gera
- Jobcenter Ilm-Kreis
- Jobcenter Jena (jenarbeit)
- Jobcenter Kyffhäuserkreis
- Jobcenter Nordhausen
- Jobcenter Saale-Holzland-Kreis
- Jobcenter Saale-Orla-Kreis
- Jobcenter Saalfeld-Rudolstadt
- Jobcenter Unstrut-Hainich-Kreis
Der Schwerpunkt der neuen Förderphase V, die zum 1. Januar 2026 begonnen hat, liegt auf der Verstetigung von aufgebauten und genutzten Strukturen und einer verbindlichen Einbindung der Kommune in das Programm.
Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Das Bündnis fördert dabei u. a. Strukturaufbau und Vernetzungsprozesse, die Entwicklung und Erprobung gesundheitsfördernder Konzepte insbesondere für sozial und gesundheitlich benachteiligte Zielgruppen sowie Maßnahmen zur Qualitätssicherung und wissenschaftlichen Evaluation. Der GKV-Spitzenverband hat gemäß §20a Abs. 3 und 4 SGB V die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung damit beauftragt, die Aufgaben des GKV-Bündnisses für Gesundheit mit Mitteln der Krankenkassen umzusetzen.
